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Wer sind deine Helden und Heldinnen im Gesang?

Gabrielle Goodman, Lisa Fischer, Rachel Ferrell, Jennifer Hudson, Ella Fitzgerald, Myles Kennedy (Alter Bridge), Daniel Gildenlöw (Paine of Salvation), Jonah Nilsson (Dirty Loops), Freddie Mercury (Queen), Adam Lambert, Take 6

Wie bist du zum Singen gekommen?

Als ich dreizehn war, habe ich in der Schülerband angefangen zu singen. Leider konnte ich kein Instrument spielen und so habe ich mich mit Singen beworben. Bald darauf nahm ich zum ersten Mal klassischen Gesangsunterricht. Am Seminar Hofwil ist die Pop-Rock Band „the Feetpeals“ entstanden“, der ich zehn Jahre treu blieb.

Was treibt dich an beim Unterrichten?

Es gibt da eine Geschichte aus meiner ersten Zeit in der Schülerband. Ich hatte mit klassischem Unterricht begonnen und mein klassischer Lehrer war gar nicht damit zufrieden, dass ich in einer Band sang. Mein Gesangslehrer telefonierte mit meinem Bandlehrer. Beide schrien sich am Telefon an. Mein Bandlehrer meinte der klassische Lehrer würde meinen Stil ruinieren und mein klassischer Lehrer meinte, der Bandlehrer würde meine Stimme ruinieren. Seither beschäftigt mich die Frage, wie ich in populären Stilistiken so singen kann, dass ich dem Stil gerecht werde und trotzdem meine Stimme gesund erhalten kann. Mein Hauptschwerpunkt beim Singen liegt somit auch auf der Gesangstechnik.

Was hast du für eine Unterrichtsphilosphie?

Jeder Mensch hat seine unverwechselbare, schöne Stimme. Als Techniklehrerin ist es meine Aufgabe, die Qualitäten der jeweiligen Stimme herauszuarbeiten. Ich denke manchmal an einen Stein, der zuerst nur ein unscheinbarer, mit staubbedeckter Stein ist. Wenn man ihn bearbeitet, kann er sich zum schönsten Diamanten wandeln. Einmal habe ich gehört, dass jede Stimme so unverwechselbar von Mensch zu Mensch ist, wie ein Fingerabdruck. Meine SängerInnen sollen die Merkmale ihrer Stimme hervorheben. Ich halte nicht besonders viel davon, wenn man Stimmen von irgendwelchen Stars zu imitieren versucht. Das finde ich technisch und künstlerisch uninteressant.

Was sind die grössten Herausforderungen im Gesangsunterricht?

Technik ist ein Handwerk, dass man erlernen kann. Schwierig ist aber, dass das Instrument der Sänger und Sängerinnen im Verborgenen liegt. Ich kann immer wieder versuchen mit Tipps und Tricks den SchülerInnen zur richtigen Einstellung zu leiten. Aber schliesslich müssen die SängerInnen auch ihre eigenen LehrerInnen sein und erspüren, welche Einstellung zum Erfolg verhilft. Wichtig ist mir deshalb auch, eine klare, verständliche Sprache zu haben. Mit Bildern arbeite ich kaum, es sei denn, es seien Bilder welche die SchülerInnen selber entwickeln.

Was ist das Schönste am Gesang unterrichten?

Egal wie fortgeschritten ein Schüler, eine Schülerin ist: Ich werde immer wieder vom Singen berührt. Wenn man sagt die Augen sind das Fenster der Seele, dann gilt das für mich ebenso für die Stimme. Ich arbeite auch gerne mit Stimmen, die nicht von Anfang an schon toll klingen. Es macht mir grosse Freude, Fortschritte zu begleiten und den SchülerInnen immer wieder zu Erfolgserlebnissen zu verhelfen. Wenn mir dies gelingt, dann gehe ich abends zufrieden und glücklich nach Hause.

Unterrichtest du eine spezielle Technik?

Ich fühle mich der „Mixed Voice“ am nächsten. Grundsätzlich finde ich es aber meisten eher amüsant, wenn wieder eine „neue Gesangstechnik“ erfunden wurde, die schnell zum Ziel führen soll. Singen hat eine lange Tradition. In den letzten Jahrhunderten wurde doch Einiges über das Singen herausgefunden. Wer nun eine neue Technik propagiert ignoriert, dass er oder sie  vor allem bestehende Techniken umbenennt und als neue Erkenntnis verkauft, was das Leben der GesangslehrerInnen nicht einfacher macht. Es gibt auch im Singen keine Abkürzung. So wie ich nicht an das Sprachenlernen im Schlaf glaube, glaube ich nicht an die Technik welche eine tolle Stimme nach wenigen Gesangsstunden verspricht. Singen lernen ist ein Prozess der oft mehrere Jahre dauert. Und ja, man muss üben und Zeit und Energie investieren. Aber genau das Lernen ist ein Prozess, der hoffentlich Spass macht und eine Bereicherung für das Leben bedeutet.

Auf welchen Bühnen hast du schon gespielt?

Da kann ich leider nicht punkten. Ich trete nur auf, wenn ich gefragt werde. Ich habe meine Zeit und Energie nicht in das Auftreten investiert, sondern in das Unterrichten. Ich weiss nicht, ob man beides mit gleicher Leidenschaft betreiben kann. Unterrichten ist meine Leidenschaft. Zum Glück.

Hier noch einige Soundbeispiele von mir, für alle die neugierig sind

Genre: Funk
Vocal style: Hardmix
Bandname: Jan Troeschs Wedding Band, live recording
Musiker: Git. Fabian Gerber, Sax Thierry Lüthy, Keyboard Andreas Renggli, Drums Clemens Kuratle, Bass Mesoud Atta, Voc. Taja Waibel
Written by Steve Wonder

I Wish

Master Blaster

Sir Duke

Genre: Jazz
Vocal style: balanced Mix
Bandname: Wataja Extendet
Musiker: Vio. Vincent Milloud, Piano Hannes Bürge, Bass Jan Troesch, Drums Markus Schenk, solo voice Taja Waibel
Chor: Schülerprojekt Voice Studio Bern Taja Waibel
Written, arranged and conducted by Taja Waibel

Walk of live

Vibrancy

Genre: Electronic
Vocal style: Klassisch/legid
Musiker: Benfay
Vocal arrangements by Taja Waibel
Vocals and comic voice by Taja Waibel

Marry and reproduce (klassisch ab 02:00)

Nexen 80R13 (2:11)

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